Ob ungleiche Bezahlung, Sexismus im Alltag oder strukturelle Unterdrückung von Frauen: von einer Gleichstellung von Frau und Mann sind wir immer noch weit entfernt. Anlässlich des Internationalen Weltfrauentags erklärt Niklas Latusek, Geschäftsführer der Jusos HSK:

„ Auch in diesem Jahr gehen wir Jusos wieder auf die Straßen und Plätze des Landes, um für die Gleichstellung der Geschlechter zu kämpfen. Aber ist das über 100 Jahre nach dem ersten Frauenkampftag überhaupt noch nötig? Sind gleiche Rechte und Chancen für Männer und Frauen nicht längst erreicht? Schön wär’s! Die traurige Realität sieht anders aus. Frauen sind in Vorständen noch immer unterrepräsentiert–trotz mehr als genug qualifizierter Anwärterinnen. Die Gesetze fördern noch immer Rollen- und Familienbilder der 1950er Jahre, wie zuletzt die groteske Herdprämie der CSU. Deutschland leistet sich immer noch eine der größten Lohnlücken weltweit (Frauen bekommen rund 22% weniger). Die Zahlen von häuslicher Gewalt gegen und Missbrauch von Frauen sind noch immer alarmierend hoch. Obendrein sind Sexismus und Chauvinismus in Werbung, TV oder im Fußballstadion weiterhin ungebremst gesellschaftsfähig.

Hinzu beobachten wir in den letzten Jahren eine zunehmend vergiftete Atmosphäre im Netz. Wer sich dort heutzutage für die Frauenquote ausspricht, wird mit diversen Hashtags durch die Sozialen Netzwerke getrieben. Jede noch so kleine Einlassung für Feminismus und Gleichstellung taugt dazu, einen handfesten, erbitterten Shitstorm auszulösen – wie einige Juso-Gliederungen es zuletzt erleben „durften“. Wer gegen Gleichstellung hetzt, bekommt oftmals tosenden Applaus.Vor diesen von angst- und hasserfüllten Zuständen und realen Ungerechtigkeiten werden wir Jusos auch weiterhin unsere Augen nicht verschließen. Und schon gar nicht die Klappe halten

Gibt es sie? Die Gleichstellung von Frau und Mann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.